Und noch mal: Essen

•6 Juni 2009 • 1 Kommentar

Ich muss jetzt nach einiger Zeit doch mal wieder was loswerden: Japanisches Essen ist, so scheint mir in der Tat, gesünder.

Was mich zu dieser wie mir scheint zutreffenden Hypothese führt, ist die Tatsache, dass ich in Japan nicht ein einziges Mal Blähungen hatte. Jetzt bin ich wieder hier, und es gibt Tage, an denen sich die Wände biegen…

Nur mal so…

Es hat sich gelohnt…

•10 Mai 2009 • Kommentar schreiben

Heute bin ich 11 Wochen wieder in Deutschland… bereits einer recht lange Zeit.

Ich denke, ich bin wieder angekommen, obwohl ich vieles, sehr vieles reichlich vermisse!

Aber: Es hat sich gelohnt, Japanisch zu lernen!

Seit 01.05. bin ich am International Office an der Uni Koordinator für die Sommerkurse für japanische Studierende. Das heißt, und ich denke, die hätten mir den Job ohne die Zeit in Fukuoka nicht gegeben. Von daher hat es sich schon bisschen gelohnt – das heißt jetzt erst mal, ich bin noch mindestens ein Jahr hier, eher länger. Und dann schauen wir einfach mal, ob wir nicht doch wieder zurück gehen – wer weiß, vielleicht starte ich BeninAsia II. So als JET-CIR könnte ich mir das sehr gut vorstellen.

Aber jetzt freu ich mich erst mal darauf, den Job hier zu machen!

Und gelegentlich werde ich noch mal so manches hier wieder reinschreiben – J-Pop (hör ich zur Zeit rauf und runter, und versuche anhand der Lyrics Kanji zu lernen), gute Literatur (gibt es nicht all zu viel). Es lohnt sich hin und wieder, hier rein zu schauen.

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Wieder zu Hause…

•27 Februar 2009 • 2 Kommentare

Ich bin wieder zu Hause…

Ich habe noch einige Dinge loszuwerden, die ich so nach und nach weiter schreiben werde. Daher lohnt es sich weiterhin, hier rein zu schauen.

Außerdem muss ich ja das Quiz noch weitermachen/auflösen!

Am und zu Ende!

•23 Februar 2009 • Kommentar schreiben

Ich sitze in einem Hotel in Tokyo-Narita, gleich neben dem Flughafen:

Es ist halb 12: In exakt 11 Stunden hebt laut Plan mein Flieger ab – ich werde Japan verlassen, nach 24 Wochen oder 168 Tagen – also nahezu einem halben Jahr.

Mhmm… das war nicht einfach gestern:

Jeder, der die Schule verlässt, soll eine kleine Rede auf Japanisch halten. Hab ich gemacht, war gar nicht so einfach… soweit der offizielle Teil. Ich hatte mich kurzzeitig gewundert, warum die Leinwand runtergefahren war, , die sonst immer nur zum Filme schauen unten ist.

Naja, nach dem offiziellen Teil stand dann Erik auf: Zuerst ein original Starbucksbecher (nicht der normale Mugcup – so ein Thermoteil) mit Freidrink – und, und das war wirklich eine Überraschung: Er hat einen Film gemacht (er ist Hobbyfilmer), wo jeder einen persönlichen Kommentar abgibt: 16 Minuten: Freunde, Lehrer, gute Leute. Da war’s dann das erste Mal schwer.

Nach dem obligatorischen Mario-kart dann ab zum Starbucks. Dort den Gutschein eingelöst, und am Ende von den Mädels dort verabschiedet.

Zurück zur Schule, da war um 18:30 Treffpunkt. Noch einige Lehrer da. Da ich sowieso meinen Champagner von Sylvester dabei hatte, habe ich dann kurzerhand entschlossen, den zu in der Schule zu köpfen. Selbst die Mädels dort waren berührt… da war’s dann zum zweiten Mal schwer.

Erik hatte mit Marilia schon die ganze Woche eine Überraschung geplant, in einem Restaurant. Hawaiianisch. War ich auch noch nie. Kei, Emi, Toru kamen dazu, Clarice, Rod, Marilia, Erik und noch ein paar andere. Später noch einige Lehrer, Makiko, Masayo, Tetsuya. Dort dann aus heiterem Himmel die zweite Überraschung: Ein Fotoalbum mit vielen Bilder (z.B. auch von hier), aber auch von Kei usw. Jeder hat kommentiert, einen abschließenden Kommentar dazu… das dritte Mal!

Ich hatte auch eine kleine Rede vorbereitet. Auf Englisch diesmal. Wollte einfach noch paar Worte loswerden… Nummer vier!

Nummer fünf dann bei manchen Gesprächen. Was mich sehr freut, ich habe eigentlich mit jedem noch mal richtig reden können – ernste wie lustige Dinge….

Um halb vier war ich zu Hause, zum letzten Mal… um 15.15 Uhr ging mein Flieger…

Mehr morgen, werde im Flieger noch einige Zeit haben, so manches los zu werden.

Von Karaoke-Räuschen, Valentinstag und weinenden Volleyballerinnen

•15 Februar 2009 • 4 Kommentare

Die ganze Woche nix geschrieben – es hat sich aber auch geballt!

Am Mittwoch war Feiertag. Mal wieder. Also am Dienstag Abend beschlossen, dass dies eine der letzten guten Gelegenheiten ist, die alte Gruppe mit wenigen Neuzugängen zum Karaoke zusammen zu bringen: Also Erik, Rod, Clarice, Kei, Emi, Marilia, Toru (Rod’s Roomate) ab zum Karaoke. Drei Stunden – Riesenspaß. Erkenntnis: Je weniger Du Deine Lieblingssongs singst, um so mehr Spaß macht’s! Highlight war im Übrigen Harry Belafonte „Banana Boat“ und Gloria Gaynor „I will survive“ (mit meinen Kommentaren, dass sie u.U. NICHT überleben wird).

Anschließend noch in „Morris’ Pub“ – japanischer Pub englischer Style. Zwei Mädels, die ich kannte (bzw. eines und ihre mir nicht bekannte, 18jährige Schwester) getroffen, die da gerade rauskamen – beide wieder in den Fahrstuhl gedrückt, und noch ne Stunde weitergetratscht. Erkenntis hierbei: Hast Du zwei angesoffene Japaner dabei (Kei und Toru), die auch noch recht schnell japanisch sprechen, musst Du irgendwann die Segel streichen… naja…

Freitag: Kei ist Korea-freak! Er hat ein Korea-Restaurant gefunden – wir alle hin. Außer den Üblichen noch Yuuji, Paul (Dutchie, Clarice’s boy – ich fange an, ihn zu mögen, auch wenn er jung ist) und Satoko (sie war mit in Yanagawa). Yuuji hatte mich eigentlich gefragt, als ich Badminton spielen war, ob wir was machen, da er vielleicht nächste Woche nicht kann. Wir dann halt alle zusammen. Und wir haben ihm gesagt, dass er heute Abend nicht „Yuuji-sensei“ (= Yuuji-Lehrer) sondern Yuuji-kun (kun für casual san), denn eigentlich hat er Vorgaben von der Schule, weder sich, noch Schüler, noch die Schule in Verruf zu bringen. Ich betrachte ihn sowieso mittlerweile mehr als einen Freund als als Lehrer; er ist ja auch erst 24! Yaki-niku (Grill) mit haufenweise Knoblauch. Gestunken wie… Und ordentlich gesoffen. Ich glaube, wir waren schon blau, als wir im 12 da raus sind – und kurzerhand beschlossen, noch mal Karaoke zu gehen. Dementsprechend war’s dann… einer der besten Nächte hier! Und die bisher einzige Nacht, in der ich wirklich nach Hause gewackelt bin… ordentlich angeschickert! Dass ich morgens um sechs noch fähig war, mit Yukie zu chatten, halte ich für ein Wunder. Dafür war der Samstag weniger gut – habe den Rest dann im Onsen und der Sauna rausgeschwitzt – zusammen mit Kei und Erik. Werde Onsen wohl vermissen!

Sonntag: Am Donnerstag habe ich statt Badminton mit Volleyball-girl Haru, meiner 12jährigen Protegée wieder gespielt. Sie hat erzählt, dass sie am Sonntag ein großes Turnier hätte. Ich solle doch bitte kommen. Sie spricht zumindest ein bisschen jetzt, hat bisschen Vertrauen gewonnen, wenn auch noch immer sehr schüchtern. Aber sie hat Spaß, lacht… und obwohl ich sie durch die halbe Halle gescheucht hat, war ich am Ende müder als sie… naja… oji-san desu (vielleicht kriegs einer raus, was das heißt).

Am Samstag rief ihr Vater an, ob ich den Zeit hätte zum Lunch am Sonntag – seine Frau würde was mit in Halle bringen. Klar, gerne.

Ich also um 9.30 in die Halle. Riesenteil. 34 Teams, weiß nicht genau, welche Kategorie das war. Aber anhand der Menge der Mädels und anhand der wirklich guten Mädels würde ich fast sagen, das war Fukuoka-Präfektur, wenn nicht Kyushu-Chamionship.

Yuuiji, ihr Vater, empfängt mich hocherfreut, führt mich zum Platz, wo die ganzen Familien des Teams sind. Manche drehen sich um, nicken… ich bin der einzige gaigokujin (Ausländer) dort – man fällt mal wieder auf. Haru macht sich warm, jeweils drei Trainer, knallhart, manchmal sogar streng. Erst später sieht sie, dass ich da oben sitze, ich winke, sie lächelt verlegen.

Das erste Spiel wird glatt gewonnen, und vor allem auch wirklich ansehliches Volleyball, für 11 und 12-jährige richtig gut. Sie spielt diagonal, linke Hand, die größte im Team (und fast sogar in der Halle).

Anschließend kommt sie nach oben, begrüßt mich verlegen… die anderen Mädels schauen… sie geht schüchtern zurück zu den anderen, die, als sie sich unter sie mischt, lachen… ich lache auch!

Das zweite Spiel geht gegen den späteren Turniersieger, Viertelfinale: Sehr starke Feldverteidigung, der Rest läuft über die Diagonalangreiferin, die in meinen Augen aber richtig gut war. Geht klar verloren, ein paar excellente Dinger waren trotzdem dabei. Irgendwas muss Haru doch vom Dachdecker (die Insider wissen, wer das ist) gelernt haben, denn da waren zwei dabei, die keine Blockdeckung der Welt mehr aufhebt. :-D

Naja, glatt verloren. Sie kommt nach einiger Zeit nach oben. Ihre Mutter steht auf, nickt ihr zu, steht hinter mir (hat irgendwas in der Hand). Haru zögert und bricht urplötzlich in Tränen aus! Was machst mit ner 12-jährigen, die Rotz und Wasser heult. Hätte sie eigentlich gern in den Arm genommen, wusste aber nicht, ob das jetzt angemessen ist. Also halt bisschen an der Schulter und über den Kopf gestreichelt… was macht man da? Mittendrin fiel mir ein, dass ich ja ein kleines Geschenk für die gekauft hatte. Ich schnell gekruschtelt, gebe ihr das, sie will es nicht annehmen, schüttelt den Kopf… erst nach drei Mal: „Doch, nimm!“ nimmt sie es.

Dann halt erst mal Mittagessen… sie beruhigt sich langsam… nach dem Essen dann kommt der Vater mit einer großen Tüte. Gibt sie ihr… und sie überreicht sie mir! Gestern war Valentinstag, an dem Frauen ihren Freunden und Männern meist Schokolade schenken. Sie schenkt mir Schokolade, und von ihren Eltern bekomme ich eine Hakata ningioo (guckst Du hier). Die Dinger sind sauteuer… ich kann das fast nicht annehmen! Anschließend noch Fotos und Bilder fürs Familienalbum. Ich weiß gar nicht, was ich mit denen gemacht habe, habe doch nur mit ihr bisschen Volleyball gespielt.

Aha, Schokolade… hab mir erst wenig dabei gedacht, erst die Verpackung macht mich auf Valentinstag aufmerksam. Erik hat später gemeint: „Vielleicht schwärmt sie ja für den großen, westlichen Volleyball-sensei und brach deswegen in Tränen aus…“ Ich hoffe ja nicht!

Naja, war aber sehr beeindruckend. Es zeigt sich trotzdem deutlich die japanische Mentalität: Die Mannschaft ist der Star. Auch wenn einzelne deutlich besser waren als andere, es war nie der Anschein, dass es um einzelne ging. Richtige Mannschaftssportart.

Interessant auch die Rollenverteilungen der Zuschauer: Das ganze war ein Familienfest. Die Väter haben (wie wir schon so oft bemkert haben) nicht viel gemacht: Die meisten haben gefilmt oder fotographiert. Wenn sie was wollten, haben sie der Frau gerufen, die es dann gebracht hat (Kaffee, Essen, etc.). Auch Haru wurde vom Vater aufgefordert, mir Kaffee zu bringen. Von meinem kulturellen Hintergrund fühlt man sich hier irgendwie nicht recht wohl.

Lustig auch: Bisher habe ich Kinder wahrgenommen, dass sie Respekt vor den Eltern haben. Heute aber war deren Tag: Sie haben die Eltern geschickt: „Ich hab Hunger, ich will dies, ich will das…“ und meist ist dann jemand gegangen. Hatte wirklich den Eindruck: Heute ist ein besonderer Tag für die Mädels, da dürfen sie „befehlen“. Kann mich aber auch täuschen…

Naja, hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

Am Anfang hat es sich sogar noch nach was angehört…

Louis Armstrong lebt!

Und die Sieben Zwerge auch!

Am Ende war’s dann nicht mehr so…

Das war dann am Freitag! Drei Viertel vom PaoPao hat er vergessen, oder es lag am Bier!

Verewigungen…

•9 Februar 2009 • Kommentar schreiben

Wie schnell vergeht das Internet, wenn jetzt sogar die British Library alle .uk-Adressen als kulturelles Gedächntis speichern will?

Daher guckst Du schnell hier – man hat mich verewigt!

Auch den Rest des Blogs ist ganz lustig, seitdem ihn Clarice betreut:

http://www.genkijacs.com/blog/

Lasst uns mal wieder Stereotypen bestätigen!

•8 Februar 2009 • 2 Kommentare

Nämlich: Japaner vertragen keinen Alk!

War am Freitag mit Erik, Rod und Kei was trinken… unser kleiner Kei war am Ende ordentlich angewackelt, obwohl wir alle so ziemlich das gleiche getrunken haben. Sehr lustig.

Vorher waren wir im Übrigen beim Selbst-mach-Tenpura (wer nicht weiß, was das ist: guckst bitte hier). Kann man sich vorstellen wie Fondue… so bisschen! Sehr lecker…

Und heute war ich mit Emi im Ohori-Koen, das Wetter ist schon warm, gute 15 Grad. Es wird schon Frühling; die Pflaumenbäume (ich hoffe das stimmt) haben schon Blüten.

Und so langsam aber sicher stellt sich Abschiedsschmerz ein: Am 22. Februar werde ich nach Hause kommen…

Bilder sagen mehr als Worte:

Sestubun

•3 Februar 2009 • 2 Kommentare

Der Ami wurde im übrigen mittlerweile ein zweites Mal nicht reingelassen und sitzt weiterhin in Busan fest…

Tauchen wir mal ein bisschen in die traditionellen Feste der Japaner ein. Am Freitag haben wir Setsubun gefeiert!

An diesem Tag wird der Oni (=Teufel-Dämon) aus dem Haus vertrieben, in dem man Bohnen auf ihn wirft. Dann muss man riesige Makimono-Sushi essen, und zwar in die Himmelsrichtung, in dessen Jahr man sich befindet. Wir sind im Kuh-jahr, d.h. wir mussten dieses Jahr in Richtung Ost-Nord-Ost essen; jedes Jahr hat seine eigene Richtung. Man darf dabei nicht reden oder lachen, sonst gibt’s Unglück. Soweit so gut, man sollte das auch alles auf ein mal essen, und relativ schnell.

Ich esse die Makimono liebend gerne… darin ist manchmal auch irgendwo ein recht zähes Stück brauner Spinat oder so was: Das ganze Makimono hat ca. 10 cm, der Spinat war nicht derkleinert. D.h., bei mir war’s dann so, dass das eine Ende bereits geschluckt war, das andere Ende aber noch bei den Zähnen. Manche Lehrer fingen an zu lachen, ich bekam Tränen in die Augen, fing an zu wurgsen, innerlich zu rudern, der einzige Gedanke war: „Kotz hier nicht auf die Matte, kotz hier bloß nicht auf die Matte – da steht Makiko (die Schulrezeptionistin und Culturelehrerin) und filmt Dich – kotz hier nicht auf die Matte!“ Ich am Wurgsen, kauen, dass ich das bloß runterkrieg – es hat Gott sei Dank geklappt – aber es war kurz davor.

Naja, dann kam Rod als Oni, mit Erik und Dutchi als Gehilfen. Man soll mit den Bohnen werfen, nicht schleudern… bei manchem kam der Sadist raus… wie die Kinder!

Naja, mehr in den Bildern!

Welcome to Coustom Japan…

•27 Januar 2009 • Kommentar schreiben
Mit Erlaubnis von Lars, einem 18jährigen Amerikaner, der an meiner Schule studiert und im Anschluss hier an einem Austauschprogramm teilnimmt, an dem Amerikaner auf einer Farm arbeiten können (WWOOF), stelle ich folgenden Bericht aus Facebook hier rein: Er ist nach Busan, der Fukuoka gegenüberliegenden Stadt in Südkorea zum Sightseeing gefahren, da sein dreimonatiges Visum abgelaufen ist. Er hätte ein Neues beantragen können, so wie ich das ohne Probleme gemacht habe, war aber der Meinung, dass dass es auch schön wäre, bisschen Sightseeing in Korea zu machen… und ist hingefahren – keine gute Idee.

Lars vor 9 Stunden: Lars is back in Busan AGAIN. What’s wrong Japan? I thought we were cool…

Michal um 13:45 am 27. Januar
what? shit man what happened?

Lars um 14:09 am 27. Januar
Well…I’m not completely sure to be honest.
When I went up to the counter to get my visa renewed, the man probably saw that it said „Intended Length of Stay: 3 Months“
I could here him say under his breath something like: „あ、ちょっと長いだね。。。“ (Deutsch: bisschen lange, nicht wahr…?)
Then I was told to wait for a moment.
They asked me to show them what was in my bag and they patted me down.
Then I was interviewed by an immigration guy with a translator on speakerphone.
He asked me a bunch of stuff, some of the questions were really irritating actually.
For example, when I told him about WWOOF (which he seemed suspicious of) he asked me: „You say you’re interested in Organic Farming. Well, there is a man in Japan that is famous for being an organic farmer, do you know who he is?“
He also found it quite funny that I am planning on going to university next year but I don’t have a ID card yet and I don’t know what I’m majoring in.
The whole process was really frustrating.
When it was over he told me that I could either go back to Korea or try and appeal.

Samuel um 14:18 am 27. Januar
Haha. Oh man, too bad you didn’t know who the famous organic farmer was. Obviously your a terrorist

Lars um 14:18 am 27. Januar
I wanted to contact Genki JACS and ask them what they thought I should do, but they would not allow me to use their phones
My cellphone was dead and I couldn’t use an outlet because apparently would be like „stealing“ from them.
So since I didn’t know anything about how the appeals work, and there seemed to be a pretty good chance that I would not be able to contact anyone before I had to appeal, I decided to come back here, and figure stuff out.
So after it was finally over, I was in the custody of the JR Beetle Company.
I „slept“ in a holding room area thing, and when I got back here I had to pay the Beetle company a good chunk of money for the boat trip, and the security guards that apparently had to stand outside my door all night.

Lars um 14:27 am 27. Januar
@Sam
Haha yeah I know.
I better do my research before I try and go back huh…
god…shit was ridiculous.
Hopefully it was just bad luck getting that specific guy.
Some of the things he asked, I just wanted to say „Are you FUCKING KIDDING ME?“
When I told him I went to a Japanese language school he asked if I had any textbooks so I showed them to him.
He took a look at my first book (which I finished). The cover is taken off and there are doodles on the front, he starts flipping through the pages and says „Looks new, I can seem to find which pages you’ve studied.“
Whenever he got to one where I had written down vocab or something, he would quickly flip past it.
I tried to show him these pages he just didn’t seem to care.

Nadja um 15:34 am 27. Januar
oh, no! are you ok.. or do we have to worry?

Lars um 15:39 am 27. Januar
No, no need to worry.
I’m fine.
Just a bit irritated.
I’m gonna try and come back before the weekend.
Until then, I’m just getting as many documents as I can to try and prove to the immigration people that I’m not a terrorist or drug dealer etc.

Samuel um 17:22 am 27. Januar
sounds like that guy was trying to get you to go terrorist on him.

Michal um 20:07 am 27. Januar
Fucking idiot that guy… Hang in there buddy… We’ll try to keep you company on Facebook at least so you don’t get bored…
Did Genki do anything finally or not?

Lars um 20:35 am 27. Januar
We’re working it out.
When I left, Evan gave me a letter of guarantee.
But it didn’t seem to mean much to the guy.
So I think they’re going to write me another letter.

Kaltes Essen…

•25 Januar 2009 • 1 Kommentar

Es schneit seit gestern… bleibt sogar was liegen… und es ist reichlich kalt, was mich ein bisschen über das japanische Heizsystem philiosphieren lässt – denn ganz verstanden hab ich’s nicht.

Es ist teilweise so kalt in den Häusern, dass man den Atem sehen kann (so heute morgen als ich ins Bad kam – sich darin ganz nackend zu machen ist aber richtig kalt, vor allem wenn man vor fünf Minuten noch im körperwarmen Bett war!). Der Hauptraum ist meist mit dem Petrolium- oder Gasofen gewärmt, manchmal gibts den Aircon, der aber die Luft saumäpßg austrocknet. Bei mir im Zimmer betätige ich mich ab und zu wie ein Saunangestellter, der die Luft durchwirbelt, denn oben ist es warm, und an den Füßen ist es sehr kalt – mit der Hand spürbar, wenn man nach unten fasst. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass drei viertel der Wärme sowieso schnurstracks durch die Wände maschiert, so isoliert wie die hier sind. Warum gibt man sich in Deutschland so viel Mühe, Energie zu sparen und Isolationshäuser zu bauen, wenn es hier rausgepulvert wird. Erik hat mir erzählt, er hat gar keine Heizung in seinem Zimmer, und den Ofen, den er bekommen hat, richtig derart nach Gas…

Es ist aber trotzdem manchmal sehr angenehm, wenn man Energie verschwendet: So z.B. wenn man sich auf die herrlich vorgeheizte Klobrille setzt… braucht man nicht, aber sehr, sehr angenehm… so… eigentlich wollte ich ja was anderes loswerden!

Ich wollte so was eigentlich bereits über Yusawa schreiben, dachte sogar ich hätte, habe aber nicht. Daher nun der Anlass, denn das gleiche, was ich mit Yukie in Yusawa beim „Frech Dinner“ erlebt habe, kam heute wieder…

Frage Nr. 2 nach dem „Woher?“ ist eigentlich fast immer: “ wie schmecht Dir japanisches Essen?“. Kaum jemand, dem man vorgestellt wird oder kennen lernt, fragt das nicht! Es gibt unendlich wissenschaftliche, pseudowissenschaftliche und gar nicht wissenschaftliche Bücher und Artikel über Geschmack und kultureller Geschmack, und ich werde weniges tun, dieses aufzugreifen, warum bevorzugt man heimsches Essen usw. – - aber ein paar Gedanken hab ich doch.

Das meiste hier schmeckt mir ehrlich. Heute Abend Okonyomiyaki (gucksch hier), beim Kuru-Kuru-Sushi (Laufband-Sushi, das in Japan umgangssprachlich so genannt wird, weil es kullu-kullu macht) sind wir Stammgäste, Nabe ist im Winter auch gut (gucksch diesmal hier) usw. usw. Dann gibt’s aber auch Natto (hier – gucksch das Bild – so schmeckts!) und Umeboshi (ein letztes Mal gucksch hier). Aber dieses Problem hab ich mit Kapern zu Hause auch… also nicht unbedingt außergewöhnlich, dass man etwas nicht mag.

Nun, erzählt man aber einem Japaner, dass man Natto nicht mag, freut er sich! In Situationen wie diesen merkt man etwas, was ich oft gelesen habe, selten geglaubt habe, aber unheimlich spannend finde: Es besteht für viele Japaner, und vor allem diese, die NICHT mal länger im Ausland gelebt haben und wenig Englisch sprechen – also mehrheitlich zu Hause sind – ein Bedürfnis, sich selbst verorten zu müssen als einzigartig, als Japaner; sich bestätigen zu lassen, dass ihre japanische Identität nur für sie als Japaner besteht und ein Fremder diese nicht verstehen kann. Zu aller erst passiert dies über die Sprache, die die meisten Fremden nicht sprechen können. Kann es einer, so wie wir ansatzweise, wird es über das Essen versucht. Verneint man, dass man das meiste Essen sehr, sehr gut findet, kommen sie mit den Kanji-Schriftzeichen, bei denen die meisten Westler die Segel streichen. Da wir alle Kanji-Krüppel sind, habe ich bisher noch nie Schritt vier erfahren dürfen. Was mag das sein?? Fahrrad-fahren???

Dieses Identiätsdenken, vor allem als Nationalidentiät kehrt sich bei mir mittlerweile tatsächlich um: Theoretisch bewusst macht es Spaß, zu erkennen, dass es praktisch tatsächlich so ist: Ich rede, seit dem ich hier bin, immer mehr davon, wie es „in Europa“ sei statt „wie in Deutschland“, weil Europa tatsächlich mehr gemeinsam hat als den gleichen Kontinent.

Wieder zum Essen: Sushi soll man langsam essen und genießen – hat man mir immer wieder in Deutschland gesagt. Hier am Kuru-Kuru-Sushi hauen die sich die Teller nur so rein. In Yusawa beim französischen Dinner mit Yukie’s Eltern war es ähnlich: Ein Gang nach dem anderen, hoppla-hopp. Von französischen Essen wenig, denn die essen bei fünf Gängen vier Stunden, dort gingen 13 Gänge in 2 Stunden. Ich war heute auf einer Dormitory-Party zum Mittagessen eingeladen. Runtergehauen, gleich darauf  Tee, dann Kaffee und Kuchen. Was immer Gemütlichkeit ist, ich empfand wenig. Auch damals in Yusawa – so schön das war, gemütlich war’s nicht. Ich ziehe die Art und Weise vor, stundenlang am Tisch zu sitzen… Das gemeinsame Beginnen gibt’s hier auch nicht: Vor allem Männer fangen an, wann sie wollen. Beim Frühstück warte ich, bis meine Landlady auch sitzt, sie mich aber schon drei Mal aufgefordert hat, zu essen. Wenn ich mal noch kurz an den Kühlschrank muss, fängt sie schon an… lustig.

Wie auch immer, in vielen Restaurants wird Essen reingehauen, gezahlt, gegangen. Dass man länger sitzt wie wir ist unüblich. Letzte Woche mit Kei Essen. Fertig, gegessen, getrunken, „Hai, ikimashio ka! – Let’s go!“ Ich denke, er hat’s nicht gemerkt, aber alle vier anderen – Kanada, Norwegen, Brasilien (Erik hat ne Love – seit heute; musste ihm oft beistehen, bis er den Mut hatte… heute hat’s geklappt – halb Japanerin, halb Brasilianierin, das nur nebenbei – siehe unten) und ich – war das bisschen zu schnell, denn die Isakaya war sehr angenehm.

Sie haben gutes Essen, sie haben ein Auge für Ästethik beim Essen, sie haben unheimlichen Einfallsreichtum bei Essen – Reis einfach nur als Reis zu essen wäre ja langweilig; es gibt Reiscracker, Reiskuchen, Reissuppe, was weiß ich noch, sie basteln alles aus allem irgendwas, und probieren damit rum, bis was essebares rauskommt, was auch noch gut schmeckt. Was sie nicht haben, ist eine gewissen Gelassenheit beim Essen, eine gesunde Langsamkeit… Schade eigentlich!

Anbei noch paar Bilder der letzten Tage, die nicht all zu viel mit Essen zu tun haben, aber doch unterhaltsam ist.